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Leitartikel

VAfK-Karlsruhe im Deutschlandradio

Aus dem Text des DLR:
"In 90 Prozent aller Fälle leben Trennungskinder bei der Mutter. Trennungsväter fühlen sich ausgegrenzt, wollen nicht mehr auf den Unterhalt "reduziert" werden. Wiederholt hat auch der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte ihnen den Rücken gestärkt.
Nun soll das Umgangsrecht neu geregelt werden. Das Familienministerium prüft etwa, ob die gleichwertige Aufteilung der Betreuung, das sogenannte Wechselmodell, Standard in Deutschland werden könnte. Claudia Hennen hat Väter begleitet bei ihrem Kampf um ihre Kinder."

Ein Vater aus unserer Gruppe schrieb schon im Dezember 2015 an das Deutschlandradio, woraus sich ein Mail-Dialog ergab, der in den Auftrag für diese Sendung an die Redakteurin Claudia Hennen führte.
Eigentlich war die Ausstrahlung schon für den 09.04.2016 geplant. Doch dann fiel die Entscheidung, aufgrund der Komplexität des Themas die Sendung zu verschieben.

Frau Hennen nahm am 05.05.2016 bei unserer Höhlentour zum Vatertag teil.

13 Strahlende Gesichter nach bestandenem Abenteuer

Aufgrund der Verschiebung des Termines konnten weitere aktuelle Bezüge eingearbeitet werden, wie z.B. die laufende Studie des Bundesfamilienministeriums zur Betreuung von Kindern nach Trennung und Scheidung oder auch die DEMO des VAfK Köln am 11.06.2016.

Teile der Sendung:

- Väterdemo in Köln
- Osterferien bei Papa – 2 Söhne mit erweitertem Umgang
- Interview mit Familien-Richter a.D.
- Peter Kees als entsorgter Vater
- Mutter, die heute noch unter Vaterentbehrung leidet („Die verletzte Tochter“)
- Höhlentour

Der Teil mit den Aufnahmen von der Höhlentour beginnt bei 36:20 Min.

Der Potcast ist zu hören über

http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2016/06/25/nicht_ohne_mein_kind_wie_vaeter_um_das_sorge_und_dlf_20160625_0910_81acfcfc.mp3


Kommentare

Neben viel Lob für den Beitrag von Betroffenen und aus den Reihen der Professionen erreichten mich auch einige kritische Stimmen, von denen ich einen Auszug hier anonym wiedergeben möchte, weil er Elemente enthält, die auch ich teile.


„Ich spüre in dem Beitrag keinen Appell, ein grundlegend neues Leitbild im Familienrecht zu etablieren. Der gesamte Beitrag könnte unter der Überschrift "Ein Leben im Rollstuhl" zusammengefasst werden. Sehr umfassend wird (wieder einmal) "nur" die Betroffenheit der Einzelnen von "akut traumarisiert" bis hin zu "habe mich damit abgefunden" (ganz gefährlich!) thematisiert - sozusagen das Leben der Verkehrsopfer nach dem Unfall. Opfer sind nun mal, so bedauerlich dies auch ist, leider, leider, unvermeidbare Kollateralschäden der derzeitigen Verkehrsführung im Ort - so der Grundtenor des Berichts.

Um beim Bild zu bleiben: Der Beitrag sollte in einem emotionalen und unüberhörbaren Appell münden, der für eine neue Verkehrsführung im Ort, für einen konkreten verkehrsberuhigten Bereich mit Verkehrsinseln, Spielstraßen und Zebrastreifen (Gesetzesänderungen im Familienrecht, z.B. Art. 1626) eintritt. Diese Änderungen müssten zwangsläufig eben auch bedeuten, dass die Autofahrer zukünftig langsamer fahren und an Fußgängerampeln anhalten müssten, bisher einseitig privilegierte Autofahrer (Einzelresidenz-Elternteile) würden zukünftig Privilegien verlieren. Diese sinnvollen und notwendigen Änderungen wären belegt mit Studien aus anderen ähnlich gelagerten Streckenabschnitten (Schweden, Belgien), die ebenfalls viele Verkehrsopfer hatten, bis zu dem Zeitpunkt, als die Verkehrsänderung gekommen ist (Malin Bergström). Und heute ist dieser Bereich ein Ort, an dem Autofahrer und Fußgänger friedlich nebeneinander und miteinander leben können.

Der ganze Beitrag ist vergleichbar mit einem Spendenaufruf für hungernde Kinder in Afrika, er erzeugt keinen Aufschrei. Spenden und Mitleid sind gut und wichtig, bringen uns aber nicht weiter. Sie zementieren vielmehr den Ist-Zustand. Ein solcher Aufschrei wäre ein sicherer Indikator, dass dieser Beitrag ins Wespennest gestochen hätte und damit eine öffentliche Diskussion erzeugt hätte. Mit dieser Sendung kann sich jedoch jeder wunderbar arrangieren. Man kann die Sendung getrost ignorieren und aussitzen. Hier gibt's keinen Stich ins politische Wespennest und keine Gefahr einer Abänderung des Status Quo ist in Sicht. Der gesamte Beitrag eckt nicht an und verlässt zu keinem Zeitpunkt die Komfortzone. Kein Wort zu den Wurzeln des Übels, zu den Profiteuren im System und kein Wort zu konkreten Forderungen. Aus Unkenntnis der Sachlage? Schade.“






Vatertag: Höhlentour mit Kindern

Höhlentouren haben am Vatertag im VAfK Karlsruhe Tradition. Schon 2003 gab es die erste Aktion mit Kindern in einer Höhle. In diesem Jahr waren wir zum 4. Mal in der Falkensteiner Höhle zwischen Urach und Grabenstetten. Fast 40 Personen versammelten sich zu diesem Anlass auf der Grillwiese bei der Höhle. Mit teilweise "profimäßig" ausgestatteten 17 Erwachsenen und 15 Kindern waren wir dann bei erhöhtem Wasserstand in einer der interessantesten Höhlen Deutschlands.







ELTERNKONGRESS des VAfK-Landesvereins BW am 15.07.2016 in Karlsruhe

Seit dem letzten Väterkongress am 23. Juni 2012 zum Thema „Vereinbarkeit auch für Väter - Familie zwischen Eigen- und Fremdbetreuung“ hat sich der Bundesverein Väteraufbruch für Kinder (VAfK) als Antwort auf die veränderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für Familien und den noch immer bestehenden Reformbedarf im Kontext von Trennung und Scheidung neu positioniert.



Dies führte zur Konzeption eines „Elternkongresses“, veranstaltet vom VAfK-Landesverein Baden-Württemberg, mit dem Thema

Eltern sein – Eltern bleiben:

Rahmenbedingungen für gemeinsam oder getrennt erziehende Eltern

und die Rolle der familialen Professionen.


am 15.07.2016 im Gemeindezentrum St. Hedwig, Karlsruhe-Waldstadt.

Während die Familienpolitik einerseits auf den gesellschaftlichen Wandel, verbunden mit der Auflösung traditioneller Geschlechterrollen und Familienformen reagiert und mit Maßnahmen wie ElterngeldPlus, Flexibilisierung der Elternzeit und Ausbau der Ganztagsbetreuung die partnerschaftliche Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Mütter und Väter im Lebensverlauf fördert, erfolgt andererseits nach Trennung und Scheidung noch immer eine „Rolle rückwärts“ in tradierte Rollenmuster: Ein Elternteil, in der Regel die Mutter, ist schwerpunktmäßig für die Kinderbetreuung und –erziehung zuständig und wird zur „alleinerziehenden Mutter“, während der andere Elternteil, in der Regel der Vater, schwerpunktmäßig für den Kindesunterhalt zuständig ist und zum „Umgangselternteil“ wird. Das führt zu einseitigen Belastungen und verhindert Entwicklungsmöglichkeiten für alle Beteiligten. Die häufige Folge sind eskalierende, sich über viele Jahre hinziehende Elternkonflikte und der Kontaktverlust der Kinder zum getrennt lebenden Elternteil bis hin zur völligen Entfremdung.

Die mit Familienkonflikten befassten („familialen“) Professionen stehen vor der Aufgabe, zu verhindern, dass das Kind in den Brunnen fällt, oder es herauszuholen. Dabei erweist sich elterliche „Hochstrittigkeit“ als umfassende Entwicklungsblockade, oft auch als gezielte Prozesstaktik, vor der selbst Experten kapitulieren. Um elterlichen Konflikt- und auch Verweigerungshaltungen wirksam zu begegnen, bedarf es der interdisziplinären Vernetzung, verbunden mit geeigneten Instrumentarien, und eines familienrechtlichen Leitbildes gleichverantwortlicher Elternschaft, das in anderen Ländern längst existiert, in Deutschland jedoch noch heftig umstritten ist.

Somit ist im Spannungsfeld zwischen gesellschaftlicher Veränderung und Verharren in tradierten Rollenmustern die Frage zu stellen, ob Begriffe und Konzepte wie „Residenzmodell“, „Lebensmittelpunkt des Kindes“, „alleinerziehend“ oder „Ein-Eltern-Familie“ noch brauchbar sind, um vielgestaltige Entwicklungsperspektiven abzubilden, oder ob sie elterliche (Hoch-)Konflikthaftigkeit im Kontext von Trennung und Scheidung sogar fördern. An welchen Begriffen und Konzepten sollte sich eine dringend erforderliche Weiterentwicklung der Gesetzgebung und der familienrechtlichen Praxis orientieren, um den mit der zunehmenden Anzahl von Trennungsfamilien wachsenden gesellschaftlichen Herausforderungen gerecht zu werden?

Im Rahmen des neu konzipierten Elternkongresses, der sowohl Eltern als auch familiale Professionen anspricht und zusammenführt, sind alle Teilnehmer/innen herzlich eingeladen, sich mit diesen und anderen aktuellen Fragen lösungsorientiert und praxisnah auseinanderzusetzen.

Die Veranstalter freuen sich über die Zusagen der folgenden Referent/inn/en:

  • Daniela Conrad-Graf, Richterin am OLG Karlsruhe
  • Ursula Kodjoe, Dipl.-Psychologin, Dipl.-Sozialpädagogin, Systemische Therapeutin, Mediatorin
  • Jürgen Rudolph, Rechtsanwalt, Familienrichter a. D., Mitbegründer der „Cochemer Praxis“
  • Andreas Schneider, Dipl. Psychologe, Transaktionsanalytiker, Familienmediator
  • Marc Serafin, Jugendamtsleiter der Stadt Niederkassel, Initiator des Arbeitskreises 2„Elternschaft nach Trennung und Scheidung“ im Rhein-Sieg-Kreis
  • Dr. Rüdiger Söhnen, Vorsitzender Richter am OLG Dresden a.D.
  • Cornelia Spachtholz, Vorstandsvorsitzende Verband berufstätiger Mütter e. V. (VBM)
  • Prof. Dr. jur. Hildegund Sünderhauf, Professorin für Familienrecht, Kinder- und Jugendhilferecht an der Evangelischen Hochschule Nürnberg, Autorin des Fachbuches "Wechselmodell: Psychologie-Recht-Praxis. Abwechselnde Kinderbetreuung durch Eltern nach Trennung und Scheidung" (2013)


Armutsbericht: Niemand weiß, wer alleinerziehend ist

Datenlage bildet nicht die Lebenswirklichkeit ab – Getrennterziehende werden nicht berücksichtigt

Der gerade erschienene Armutsbericht bestätigt erneut ein hohes Armutsniveau in Deutschland – besonders bei Alleinerziehenden. Nur weiß niemand, wie die tatsächlichen Zahlen aussehen – die Datenbasis ist weiter mangelhaft.


Geht es um Armut in Deutschland, werden die Alleinerziehenden mit als Erste genannt. Kinderbetreuung, geringes Einkommen, hohe Belastung führen zu einer hohen Armutsquote. Der Verein Väteraufbruch für Kinder weist darauf hin, dass die genannten Zahlen nicht die tatsächliche Situation getrennter Eltern abbilden.

So wird auf der einen Seite nur nach dem selbst erwirtschafteten Einkommen, nicht aber nach den zusätzlich verfügbaren Unterhaltszahlungen gefragt. Dies kann dazu führen, dass die „alleinerziehende“ Mutter mit Kind im Haushalt nur anhand des eigenen Einkommens bewertet wird und dadurch als „arm“ gilt, tatsächlich aber aufgrund der Unterhaltszahlungen deutlich oberhalb der Armutsgrenze liegt. Der Unterhalt zahlende Vater gilt zwar anhand seines Einkommens nicht als arm, tatsächlich rutscht er aber in vielen Fällen nach Abzug von Unterhaltszahlungen unter die Armutsgrenze. So ergibt sich ein völlig verzerrtes Bild in der Betrachtung, wie der Verein auch immer wieder im Rahmen seiner bundesweiten, ehrenamtlichen Beratung von Trennungseltern feststellt.

„Was wir brauchen ist eine Erfassung der Lebensrealität von Familien. Es muss daher endlich zwischen Allein- und Getrennterziehenden differenziert und Unterhaltsleistungen beim Haushaltseinkommen berücksichtigt werden“ erklärt Franzjörg Krieg vom Väteraufbruch für Kinder Karlsruhe e.V. Wenn der Armut effektiv begegnet werden soll, müsse man auch wissen, wo diese tatsächlich auftritt. Die Datenerhebung müsse daher grundlegend reformiert werden, um aussagekräftige Fakten zu erhalten, was aktuell nicht möglich sei.

Er plädiert auch für eine stärkere gemeinsame Elternverantwortung nach einer Trennung. Eine einseitig reduzierte Erwerbstätigkeit zugunsten der Kinderbetreuung ist eines der größten Armutsrisiken. Würden sich die Eltern gemeinsam um die Betreuung der Kinder kümmern, würde sich das Armutsrisiko nachhaltig reduzieren. Die Doppelresidenz (Wechselmodell) ist im Gegensatz zu vielen anderen Ländern in Deutschland bisher aber noch nicht so weit verbreitet – rechtlich ist sie bisher noch nicht einmal vorgesehen. „Gemeinsam haben getrennte Eltern bessere Chancen, der Armut zu entgehen und erhalten ihren Kinder gleichzeitig auch noch den Kontakt zu beiden Eltern“ meint Franzjörg Krieg weiter. Darum müsse alles unternommen werden, dass sich kein Elternteil seiner Verantwortung für gemeinsame Kinder entzieht oder aus der Verantwortung gedrängt wird. Die Doppelresidenz als Ausdruck gemeinsamer Elternschaft nach Trennung und Scheidung sollte in Deutschland zum Leitbild für getrennte Eltern werden. Der Europarat hat dies im letzten Jahr bereits für alle seine Mitgliedsstaaten in seiner Resolution Nr. 2079 (Oktober 2015) gefordert. Eine zeitnahe Umsetzung in Deutschland sei derzeit aber nicht geplant, wie das Bundesjustizministerium mitteilte. Im Interesse der Trennungskinder wäre zu hoffen, dass sich diese Einstellung bald ändert und die Doppelresidenz auch in Deutschland eine größere Verbreitung erfährt.


Prävalenz sexueller Gewalt

Ergebnisse einer bevölkerungsrepräsentativen Stichprobe

Im Kontext von Trennung und Scheidung mit Kindern sind wir immer wieder mit dem prozesstaktisch durch Mütter eingesetzten Vorwurf des Sexuellen Missbrauchs durch Väter konfrontiert. Obwohl schon seit dem Jahr 2000 durch eine Untersuchung bestätigt wurde, dass diese Vorwürfe zu rund 85% erfunden sind, hält sich in der Praxis hartnäckig die einseitig fatale Wirkung zu Lasten von Vätern.
Ebenso verhält es sich mit dem Vorwurf der Gewalt.




In der Öffentlichkeit wird durch profeministische Propaganda unbelehrbar das Märchen von der alleinigen Täterschaft von Männern und weiblichem Opfertum aufrecht erhalten, was zur Einkassierung eines unschlagbaren Bonus zugunsten von Frauen führt.

Was wir brauchen sind Studien, die möglichst ideologiefrei die Realität abbilden. Dies geschieht im Ausland immer wieder, in Deutschland hat dies Seltenheitswert.
Als eine Studie des Bundesfamilienministeriums zu Gewaltwiderfahrnissen von Männern im Jahr 2004 klärte, dass nicht nur jede vierte Frau in ihrem Leben schon Gewalt erfahren hat, sondern dass dies auch für jeden vierten Mann zutrifft, hat man es bei der Pilotstudie belassen und die große Studie - wie bei den Frauen - nicht in Auftrag gegeben. Das Ergebnis war nicht gewünscht und entsprach nicht einer profeministischen Erwartungshaltung.

Es gibt eine neue Studie zu Sexueller Gewalt, die in einer bevölkerungsrepräsentativen Studie sowohl die Erfahrungen sexueller Gewalt als auch die eigene Täterschaft untersucht.
Es wurden mit rund 2.500 Personen ausführliche Interviews geführt.

Etwa 1 % (n = 22) der erwachsenen Teilnehmer berichteten vom Erleben irgendeiner Form sexueller Gewalt in den letzten 12 Monaten vor Befragung und etwa 1,2 % (n = 28) von eigenem sexuell aggressiven Verhalten.

Zitate:

Vor dem Hintergrund der erhobenen Daten werden sowohl sexuelle Gewalterfahrungen als auch sexuell aggressives Verhalten im Vergleich zu den offiziell in der polizeilichen Kriminalstatistik erfassten Häufigkeiten deutlich unterschätzt, insbesondere bei Frauen als Täterinnen und bei Männern als Opfer sexueller Gewalt.
In der offiziellen Kriminalstatistik wird dabei vor allem sexuelle Gewalt durch Frauen unterschätzt.

Neben Schamgefühlen und Verleugnungstendenzen, die insbesondere bei männlichen Opfern sexueller Gewalt durch Frauen eine Rolle spielen, kommt bei männlichen und weiblichen Opfern möglicherweise ergänzend hinzu, dass das Thema sexuelle Gewalt durch Frauen trotz der zunehmenden Beachtung in der Wissenschaft in der Öffentlichkeit noch weitgehend tabuisiert ist.

Es ergeben sich Hinweise, dass Männer häufiger Opfer von sexueller Gewalt durch Frauen als durch Männer werden, und dass Frauen häufiger sexuell aggressives Verhalten gegenüber Männern zeigen als andere Männer.

Es zeigt sich, dass insbesondere Opfererfahrungen von Männern und Täterverhalten von Frauen bislang unterschätzt und nur unzureichend berücksichtigt wurden, …

Die hohe Prävalenz von subjektiv erlebter sexueller Gewalt im Alltag erfordert weitere Forschung, um deren Entstehungsbedingungen zu untersuchen und dabei insbesondere auch bislang wenig beachtete Täter-Opfer-Konstellationen – wie etwa sexuelle Gewalt durch Frauen oder an Männern – zu berücksichtigen.


http://www.aerzteblatt.de/archiv/174931




Sexistische Arbeit von Amnesty International?

Der Amnesty Report 2016 klammert im Bericht zu Menschenrechtsverletzungen in Deutschland wie schon in den Vorjahren notorisch einen Bereich aus:


- Die Vorkommnisse um Trennung und Scheidung mit Kindern, die durch den EGMR schon seit vielen Jahren als menschenrechtsverletzend dargestellt werden. Beständig werden hierbei Väter aktiv und bewusst diskriminiert.
- Die Vorkommnisse um das Gewaltschutzgesetz im Kontext von Trennung und Scheidung mit Kindern, wobei die Aussage einer Frau als Tatbeweis gewertet wird und die Unschuldsvermutung aktiv und bewusst außer Kraft gesetzt wird. Männer werden hierbei gegenüber Frauen auf Grund ihres Geschlechtes aktiv und bewusst diskriminiert.
- Die Vorkommnisse um den Vorwurf des Sexuellen Missbrauchs im Rahmen von Trennung und Scheidung mit Kindern. Auch in diesem Kontext werden Väter regelmäßig aktiv und bewusst diskriminiert.

Es drängt sich der Verdacht auf, dass aufgrund der Tatsache, dass bei Amnestiy International ausschließlich Frauen an der Schnittstelle zur Öffentlichkeit tätig sind, auch im Rahmen der Arbeit von Amnesty International einerseits die Situation in Deutschland aus Gründen einer einseitigen und diskriminierenden Genderpolitik geschönt wird und dass andererseits die agierenden Frauen selbst sexistisch motiviert sind.


Auf eine Mail meinerseits an AI vom 24.02.2016 antwortete AI am 14.03.2016

Gesendet: Donnerstag, 10. März 2016 um 13:50 Uhr
Von: amnesty.info um amnesty.de
An: vafk-ka um gmx.de
Betreff: Amnesty Report 2016

Sehr geehrter Herr Krieg,

vielen Dank für Ihre E-Mail. Bitte entschuldigen Sie die späte Rückmeldung.

Amnesty International ist eine Organisation, die sich für die Verwirklichung der Menschenrechte weltweit einsetzt. Leider ist jedoch die Zahl der Menschenrechtsverletzungen so hoch, dass Amnesty International nur zu einem kleinen Teil dieser Verstöße tätig werden kann. Aus diesem Grund sind wir gezwungen, Schwerpunkte in unserer Arbeit zu setzen.

Amnesty setzt sich für die Einhaltung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und anderer internationaler Menschenrechtsschutzinstrumente wieder Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen ein und versucht dieses Ziel durch Menschenrechtsbildung und den Einsatz für die Ratifizierung und Umsetzung der Internationalen Menschenrechtsinstrumente zu erreichen. Speziell in Deutschland konzentriert sich unsere Einzelfallarbeit jedoch auf solche Fälle, in denen Menschen in Deutschland Asyl suchen, weil sie in ihrem Herkunftsland verfolgt werden.

Männer und Jungen werden im Vergleich zu Frauen seltener Opfer geschlechtsspezifischer und sexualisierter Gewalt. Einschränkungen der sexuellen und reproduktiven Rechte betreffen vor allem Frauen.
Amnesty International setzt daher einen Schwerpunkt auf die Arbeit zu den Menschenrechten von Frauen. Amnesty arbeitet aber natürlich auch zu vielen Menschrechtsverletzungen, von denen (überwiegend) Männer betroffen sind. Zum Beispiel zu Srebrenica:https://www.amnesty.org/latest/news/2015/07/srebrenica-no-justice-or-truth-for-victims-of-genocide-and-their-families/

Beste Grüße
Mariana Lopes
- Fachreferentin | Welcome Center -



Wir nehmen zur Kenntnis, dass AI einen "Schwerpunkt auf die Arbeit zu den Menschenrechten von Frauen" setzt.
Das meinten wir mit unserer Feststellung.

Ansonsten werden wir uns mit Ihren Aussagen beschäftigen:

Männer und Jungen werden im Vergleich zu Frauen seltener Opfer geschlechtsspezifischer und sexualisierter Gewalt.
Einschränkungen der sexuellen und reproduktiven Rechte betreffen vor allem Frauen.

Im Rahmen unserer Arbeit haben wir Einblicke in Bereiche geschlechtsspezifischer und sexualisiert motivierter Menschenrechtsverletzungen zu Lasten von Männern, die nicht in Klarzahlen vorliegen und im Dunkelfeld ungeheuere Ausmaße erreichen.
Wir werden uns dazu wieder bei Ihnen melden.







Anwalt im familialen Verfahren?

In allen Angelegenheiten, in denen es um Geld geht, muss man vor dem Familiengericht mit Anwalt vertreten sein, also im Rahmen einer Scheidung oder zur Sache Unterhalt.
Alle Verfahren zu Sorge und Umgang sind - auch vor dem OLG - ohne Anwalt möglich.
Allein sollte man sich dies aber nie zumuten, denn jeder ist in seiner Sache selbst aufgrund der emotionalen Betroffenheit der schlechteste Anwalt. Ein externer Filter ist unbedingt nötig. Außerdem muss eine Aufgabenteilung vor dem Familiengericht möglich sein. Man kann nicht Elternkonsens predigen, dabei aber das Verhalten des anderen Elternteils kritisieren.

Wenn ich dazu ermuntere, ohne Anwalt aufzutreten, bedeutet dies nicht ein generelles Anwalts-Bashing. Es gibt Anwälte, die ihren Job gut machen, obwohl die ureigene Aufgabe und Funktionsweise des Anwalts vor dem Familiengericht grundsätzlich kontraproduktiv ist. Dazu empfehle ich mein Referat "Eingriffe des Staates in die Familie".

Eine Standardsituation, in der Elternteile meist von ihren eigenen Anwälten reingelegt werden, ist der Antrag des anderen Elternteils auf die Übertragung des Alleinigen Aufenthaltsbestimmungsrechtes. Fast alle Fachanwälte/-anwältinnen für Familienrecht meinen dann, dass ihr Mandant entgegenhalten und dasselbe beantragen müsse.
Für mindestens 90% aller Väter endet dies mit dem Verlust des ABR, was ihr Anwalt schon vorher weiß - und trotzdem keine andere Idee hat.
Wir empfehlen immer, dem Aufenthalt des Kindes bei der Mutter vorläufig zuzustimmen, was zwar das Kind bei der Mutter belässt - vorläufig - aber durch das Entfallen des Rechtsschutzbedürfnisses auf Seiten der Mutter bleibt das Gemeinsame ABR erhalten und ein möglicher weiterer Umzug der Mutter ist erschwert. Auch bleibt dann immer noch die Option eines späteren Wechseln in den Haushalt des Vaters.

Gerade habe ich eine Mail zu dieser Situation von einem Vater erhalten, die ich anonymisiert hier einstelle:

"Ich melde mich jetzt erst, da ich, wie soll ich sagen, vor lauter Scherereien mit dem Rechtsanwalt einen Gerichtstermin wegen Kindesunterhalt sogar versäumt hatte.
Ich dachte zuerst, nun ist alles aus, nun habe ich totalen Mist gebaut.
Ich weiß nicht, was da mit mir los war. Aber zuerst sah für mich alles verloren aus.
Aber ich habe mich dann hingesetzt, dem Richter vor Entscheidungsverkündung geschrieben und ihm den Mailverkehr zwischen mir und meinem RA erläutert, dass ich zu keiner Zeit gegen Unterhaltszahlungen für meine Tochter war. Im Gegenteil, mein Anwalt hatte mir dies aber untersagt.
Ich hatte dann letzte Woche ein Gespräch mit der Lehrerin, die daraufhin das Jugendamt der Stadt verständigte.
Vor diesem Termin hatte ich eine Riesen-Angst. Aber ich denke, der Termin lief gut.
Diese Sachbearbeiterin will nun nochmal einen Termin mit mir, um zu besprechen, wie sie mir helfen kann. Sie findet es schlimm, dass eine Mutter auf dem Rücken des Kindes mir das Kind versucht, vorzuenthalten. Es sei zwar gut, dass ich ein 14-tägiges Umgangsrecht habe, aber wenn die Tochter so darunter leidet und in der Schule erzählt, dass sie lieber beim Papa wäre und gerne mehr Zeit bei ihm hätte, dann sollte man dies auch gestatten.
Sie hatte mir zuerst den Vorwurf gemacht, dass ich die Pflicht habe, auch die Arbeitsweise meines RA zu überprüfen. Nachdem ich ihr erklärt hatte, dass ich dies tat und er mir dann schrieb, ich solle aufhören, ihn zu maßregeln, hat sie erst begriffen, was da ablief.
In ihren Augen war es Kindesentzug, da meine Frau ohne mein Einverständnis mit dem Kind aus der Wohnung gezogen ist. Sie begreift nicht, warum mein RA da nichts gemacht hat. Die Begründung, dass es normal sei, dass das Kind bei der Mutter sei, würde sie nicht akzeptieren. Gut sei gewesen, dass ich dem Aufenthaltsort nur bedingt zugestimmt hatte, also vorübergehend, das solle ich auch nicht ändern.
Da wir an dem Tag nach 4 Stunden noch nicht fertig waren, wünschte sie noch einen Termin, um zu schauen, was man tun kann.
Sie stand voll hinter dem Vorschlag, den Erziehungsbericht des Kindergartens anzufordern. Sie konnte auch kaum glauben, dass mein eigener RA dies auch auf mein dringlichstes Verlangen hin nicht getan hatte.
Ich versuche nun, die Unterlagen sauber zu sortieren und bereitzustellen.
Das Gespräch hat mir nun wieder Kraft gegeben.
Sie konnte es auch nicht glauben, dass der Verfahrensbeistand – der „Anwalt des Kindes“ - sich so deutlich zur Mutter hin positionierte.
Auch hätte sie gerne gewusst, was für einen Auftrag der VB vom Gericht bekommen hatte. Es könne ja auch nicht sein, dass ein Familienrechtsanwalt nicht weiß, dass es da Unterschiede gibt.
Sorry, dass es bei mir immer so ein Auf und Ab gibt, aber das alleine durchzustehen, ist manchmal echt schlimm, vor allem, wenn man vom eigenen RA auch noch auf gut deutsch 'verarscht' wird."

Das ist kein Einzelfall.
Geschichten dazu bitte auf krieg um vafk-karlsruhe.de





















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1.12.2016 20:00
Beratungsabend
8.12.2016 20:00
Beratungsabend

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